
20 Jahre CODA 1990-2010

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Am 8.Mai 1990 standen 7 Leute am Juri-Gagarin-Ring, Ecke Neuwerkstraße, überlegten und redeten noch ein Weilchen und stiegen dann die Stufen zum Notariat Schmitt empor.
Was mit diesem Schritt auf uns zukam, wusste damals noch niemand und im Nachhinein betrachtet, war das vermutlich auch ganz gut so.
Das einzige, was uns damals klar war: wir mussten uns unsere Arbeitsplätze selber schaffen. Wie das alles einmal funktionieren sollte, davon hatte keiner von uns eine richtige Vorstellung.
Mit der Handelsregistereintragung 56 waren wir eine der ersten in Erfurt gegründeten Firmen.
Fast alle der Firmengründer und heutigen Gesellschafter stammen aus der Programmierer-Abteilung des IFAM, einer Außenstelle des ehemaligen Kombinates Mikroelektronik Erfurt.
Nach der Wende 1989 brachen die gewohnten Vertriebsstrukturen weg; die Kunden waren nicht mehr durch die Verträge der Planwirtschaft an uns gebunden. Das IFAM als komplette Struktur mit über 50 Beschäftigten konnte als Ganzes nicht mehr erhalten werden, so dass jede der Abteilungen Vollmachten bekam, sich eigene Wege zu suchen.
Dass diese Wege in der Abkapselung und letztendlich Selbständigkeit enden würden, war uns zwar klar, der damaligen Leitung zu dem Zeitpunkt noch nicht.
Wir hatten mit Computerland Kassel einen Geschäftspartner gefunden, der es ehrlich mit einer Zusammenarbeit meinte; nicht der Regelfall in der damaligen Zeit.
Nach einigen Auseinandersetzungen und verzweifelter, aber letztendlich erfolgreicher Suche nach damals knappen Büroraum, bezogen wir zu sechst 2 Räume in der Halleschen Straße.
Einer der damaligen Gesellschafter arbeitete nicht in unserer Firma mit, alle anderen sind bis heute Angestellte der GmbH.
Dieses Prinzip mag zwar ungewöhnlich sein, hat sich aber bewährt. Einen Wechsel gab es noch in den Jahren. Diese Stabilität mag mit zu unserem Erfolg beigetragen haben.
Nach einjähriger erfolgreicher Zusammenarbeit mit Computerland Kassel trennten sich unsere Wege im Guten. Die Auffassungen über die Art und Weise der Geschäftsbeziehungen im Osten waren zu unterschiedlich.
Die Computerland-Kette gibt es seit 1994 nicht mehr ...
Eine Hürde war im Jahr 1992 zu nehmen: das Umstellen von der "Ost-GmbH" auf "West-GmbH".
Die Richter am Erfurter Landgericht wechselten damals aller halben Jahre. Das entsprach so ungefähr der Zeitspanne, die ein Richter brauchte, um sich in die Problematik einzuarbeiten.
Letztendlich rückten wir mit Laptop und Drucker wieder zu unserem Notar Schmitt an und erstellten einen Tag vor Fristende alle notwendigen Dokumente.
1994 wurden die Räume in der Halleschen Straße endgültig zu klein; das Gebäude musste außerdem für das Thüringer Umweltministerium freigeräumt werden.
Seitdem finden Sie uns im ehemaligen Bürogebäude des Kohlehandels am Nordstrand. Es ist zwar kein neues modernes Bürogebäude - aber dafür ein praktisches mit kostenlosen Parkplätzen in ausreichender Anzahl für unsere Kunden und einer überdachten Rampe für unsere Lieferanten.
2000 feierten wir zusammen mit unseren Kunden unser 10-jähriges Firmen-Jubiläum.
Im Indianercamp Ottstett verbrachten wir einen vergnüglichen Nachmittag und Abend mit Kesselgulasch und Feuerspuckern, Tombola und Lifemusik.
Unsere Firma ist von Jahr zu Jahr ein Stückchen gewachsen: personell wie auch räumlich.
Von der Handvoll Räume aus, die wir zu Anfang hatten, haben wir uns nach und nach ausgebreitet: der abgelegene Beratungsraum im Erdgeschoß wurde in die 1. Etage verlegt, bis er letztendlich auch einem Technikraum weichen musste - dafür kam unser großer Schulungsraum hinzu (der mit einer Weihnachtsfeier eingeweiht wurde), eine größerer Aufenthaltsraum und unser „Kundenbegegungszentrum”.
Eigentlich reicht der Platz schon wieder kaum aus...
Seit 1994 bilden wir Lehrlinge aus. Die meisten sind in unserer Firma geblieben; manche nur für eine Weile, weil sie dann z.B. zum Studium gegangen sind, andere gehören inzwischen auch zum „Urgestein”.
Von Beginn an haben wir uns auf die Zusammenarbeit mit den großen Herstellern konzentriert und absolvieren jährlich deren Zertifizierungen.
Das bedeutet zwar einerseits einiges an zeitlichem und finanziellen Aufwand, ist aber existenziell notwendig, um den immer schneller wachsenden Anforderungen an Wissen und Know How gerecht zu werden.
Für uns auch wichtig: inzwischen gibt es 14 CODA-Babies
(die Enkel haben wir allerdings nicht mehr mitgezählt ...)